u.A.w.g.

Trotz angeblich vorbildlicher Informationspolitik (die nach eigenen Aussagen ehrlicherweise doch noch verbesserungswürdig ist) passiert es in letzter Zeit öfter, dass einzelne Bürgerinnen und Bürger auf ihre Anfrage oder ihr Anliegen vom Gemeinderat keine Antwort erhalten. Zum Glück lassen sich aber nicht alle so einfach abspeisen und so verwundert es auch nicht, dass der Gemeinderat schon wieder einen offenen Brief erhalten hat, den wir an dieser Stelle gerne noch offener machen (für alle ohne „Birsfälderli“):

Sehr geehrte Damen,
Sehr geehrte Herren,

Bereits am 21. Okt. 2011 bin ich mit einem Schreiben in obiger Sache an Sie gelangt. Unter Anderem regte ich mangels fehlender Information und Bedarfsnachweis einen Stopp des Baubeginns am Stufenpumpwerk und der Buvette an. Eine Startverschiebung bis nach der Budgetgemeindeversammlung vom 19. Dez. 2011 wäre dazumal sinnvoll gewesen. Nach einem möglichen Nein der Stimmbürger für die Buvette hätte nochmals der Standort des Stufenpumpwerkes der Wasserversorgung überprüft werden können. Auf meinen Vorschlag wurde nicht eingegangen und auf die schriftliche Beantwortung meines Briefes warte ich noch heute. Das Nein einer grossen Mehrheit der Stimmberechtigten bestätigte meine Bedenken. Die angeregte Verschiebung des Bauwerkes um ca. 50m auf die Achse der Wasserleitung in der Baslerstrasse hätte Kosteneinsparungen von gegen Fr. 80 000.- ermöglicht. Diese Summe ergibt sich aus der Reduktion der Wasserzuleitungen zum Pumpwerk. Mit einem korrekten Vorgehen in der Planungsphase der Buvette, wären die Honorarkosten, Anwaltsgebühren und Kosten für das Baubewilligungsverfahren ebenfalls  reduziert worden.

Nun sind annähernd Fr. 100 000.- für dieses vom Volk abgelehnte Projekt zum Teil ausgegeben oder können nicht mehr vermieden werden, Geldmittel welche an vielen Orten für notwendige Investitionen und Unterhaltsarbeiten bitter nötig wären. Würde es nicht dem Leitbild entsprechen, Anliegen aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und diese wenigstens einer sachlichen Prüfung zu unterziehen? Eine Antwort auf ein Schreiben sollte eigentlich Norm sein und würde diesen Weg des offenen Briefes erübrigen.

Abschliessend möchte ich Sie bitten, in der Beantwortung dieses Schreibens unter anderem zu folgender Frage Stellung zu nehmen: Was sind aus leitungsbautechnischer Sicht die Gründe für den heutigen Standort des Stufenpumpwerkes?

Ich engagiere mich, weil mir die Entwicklung unserer Gemeinde am Herzen liegt.

Freundliche Grüsse

Hans-Peter Moser

Auch wenn die Dienstagsrunde das gescheiterte Projekt als abgeschlossen betrachtet: Es geht immerhin um Fr. 100’000.- , die offenbar für nichts und wieder nichts ausgegeben wurden. Wenn sich die Dienstagsrunde an die Spielregeln gehalten hätte, wäre dieses Geld jetzt noch da. Aber sowohl die Bauabteilung, wie auch die Wasserversorgung haben zu hoch gepokert. Die Kompetenzen wurden überschritten, die Vernehmlassung übersprungen und nun haben wir den Schlamassel. Die GPK muss dieses Geschäft so schnell wie möglich prüfen und informieren. So etwas darf nicht passieren!

In diesem Zusammenhang ist es auch spannend, dass die Dienstagsrunde – und allen voran Herr Zufferey – von einer grossartigen Immobilienstrategie redet, die vernünftige und gut geplante Investitionen in das bestehende Portfolio vorsehen soll, dann aber gleichzeitig ohne Bedarfsnachweis solche unnötigen Sachen wie ein Totenglöckli oder diese Buvette plant. Irgendwo geht diese Argumentation einfach nicht auf.

Auf die gemeinderätliche und hoffentlich eben so offene Antwort sind wir gespannt. Zur Sicherheit findet man auf dem Blog am rechten Rand nun einen neuen Zähler. Wir nennen ihn mal „Buvetten-Zähler“, auch wenn er nicht die Zahl der Buvetten, sondern nur die Wochen bis zur Antwort zählt.

2 responses to this post.

  1. Posted by wutbürger on 10.02.2012 at 10:59

    Da ich keinen anderen passenden Ort fand, klinke ich das von mir erfundene Gerücht einfach einmal hier ein.
    Vielleicht gibt es ja auch darauf einmal eine Antwort:

    Stimmt es, dass auf Plakaten und anderem Werbematerial von Botti/Oberbeck das CVP-Signet nicht erscheinen darf, um von der Partei grösseren Schaden abzuwenden?

    ;-D

    Antworten

  2. Posted by Anonymous on 12.02.2012 at 15:36

    oder sie treten doch auch als parteilos an;-)

    Antworten

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