Archive for the ‘Diverses’ Category

Spirituell

Irgendwie hat es die „Blätzbumser Blaggedde“, die am letzten Dienstag vorgestellt wurde, noch nicht so recht in die Lokalmedien geschafft. In der „bz“ erschien zwar ein Mini-Bildli und auch das „Birsfälderli“ zeigte irgend etwas Unkenntliches. Die „BaZ“ hat unsere Gemeinde bisher gar ganz verschmäht. Vielleicht hätte man nach Basler Vorbild auch eine ungeplante Frühveröffentlichungspanne inszenieren sollen ;-).

Wir liefern hier als Service eine etwas schärfere Variante, für alle, die vor lauter Fahnen das Fähnlein noch nicht gesehen haben:

blaggedde2013

Auch in diesem Jahr ist mit dem Sujet „Dr plant Gmeinds-Exodus“ wieder ein politisches Thema umgesetzt worden. Es geht aber nicht um den Exodus von Verwaltungsmitarbeitenden, sondern um deren Umzug in den „Kraftort“ an der Nummer 25. Wie wir vom „Birsfälderli“ erfahren, war die Auswahl in dieser Hinsicht wohl etwas eingeschränkt, denn:

Auch auf Platz zwei und drei landeten bekannte Gesichter: Corinne Ehrsam, die letztjährige Siegerin, war Zweite und Svenja Birkenmaier, bekannt durch die Ausstellung «Birsart», Dritte. Auch sie hatten Entwürfe zu den Umzugsplänen eingereicht.

Die „Zügelmannen“ sind auf jeden Fall bis jetzt noch nicht aufgekreuzt:

Dr Waggis zeigt uff d Zügelmanne und meint: ‹So wie die chrampfe, fallt mir ii, dört äne muess ä Chraftort sii!

Weshalb dieses Gebäude denn so ein spiritueller Ort sein soll, ist uns auch nicht ganz ersichtlich. Schliesslich soll dort auch richtige Sachpolitik betrieben werden und keine scharlataneske Telefonzentrale nach Mike Shivas Vorbild. Und im Mieterstreit sind bisher wohl eher Kraftworte gefallen…

Pendlerfutter

Allmorgendlich leeren sich an den Tramstationen die Boxen der sogenannten Pendlerzeitungen. So auch beim Zentrumsplatz, wo gleich neben der orangen Box des „Baslerstabs“ die blaue Zeitungsentnahmestelle von Platzhirsch „20 Minuten“ steht. Auch wenn das Durchblättern manchmal schon in der Breite erledigt ist und das Gratisprodukt nicht alle Erwartungen erfüllen kann: Die auflagenstärkste Schweizer Zeitung liegt ungebrochen im Trend und wird gelesen bzw. eben durchgeblättert. In unserer kurzlebigen Zeit ist das durchaus bemerkenswert.

Auch bemerkenswert – gerade weil sehr kurzlebig – ist der Abgang der „Birsfelder Anzeiger“-Redaktorin Frau Heeb Perrig nach nur gut vier Monaten. Sie verlässt unser Lokalblatt bereits wieder und pendelt zurück in den Gratiszeitungsjournalismus. Wer die Einleitung aufmerksam gelesen hat, darf dreieinmal raten, wohin es sie zieht. Vom „Baslerstab“ kam sie ja…

Wir halten heutenächste Woche also die letzte Heeb’sche Ausgabe der Dorfzeitung in den Händen und fragen uns schon ein wenig: Weshalb? Ist das Birsfelder Pflaster etwa zu rauh für aufrechten Journalismus? Oder war ihr das Kürzen der vielen Freundschaftsdienste und sonstigen Leserbriefe zu viel geworden? Auch Wieland hat Ende 2011 die Redaktion in Richtung Gratiszeitung verlassen und widmet sich nun weniger aufreibenden und vor allem weniger politischen Geschichten…

Aber auch wenn die eben erst abgeschlossene Wahlkampfphase für die Redaktorin sicher sehr anstrengend war, gibt es auch objektivere Gründe: Bei der Lokalzeitungen AG im Hause Reinhardt läuft’s angeblich nicht so rund und die gut laufende Pendlerzeitung musste halt dringend ihre Abgänge zum Somm-Blatt ersetzen. Wer würde da schon ablehnen?

Sinnbild

Die Omnipräsenz der Kandidierenden-Konterfeis „bewegt“ die Birsfelderinnen und Birsfelder tatsächlich. So haben wir neben der Winterlandschaft vom Hundehotelbesitzer auch noch folgende Fotografie erhalten:

Spannend darauf soll die Anordnung der Plakate sein. Während vom Betrachter aus gesehen rechts eine gelungen bunte Komposition von Links-Grün, eingeklammert vom liberalen Blau der beiden FDP-Kandidaten ins Auge sticht, findet man auf der linken Seite den Oberbeck und die „Wilde“, die farblich ziemlich bieder das gezwungene Lächeln unseres Noch-Präsidenten umrahmen (der grüne Kontrastpunkt ganz rechtslinks ist offenbar den Wandalen zum Opfer gefallen).

Wunderschön am Gesamtbild ist aber nicht nur die völlig zufällige Parteien-Gruppierung, sondern die Tatsache, dass die Lücke ausgerechnet von einem Spielplatz überwunden werden soll. Es fällt einem schwer, hier spontan nicht an „Kindergarten“ zu denken…

S’Defizit, das muess jetzt falle, …

… mir mien dr Gürtel enger schnalle.

Das also ist das Sujet der anstehenden „Blätzbumser Fasnacht“, welches zusammen mit der „Blaggedde“ gestern Abend enthüllt wurde. Es ist also wieder einmal ein politisches Thema. Alles andere hätte uns auch eher verwundert. Doch werfen wir erstmal einen Blick auf die „Blaggedde“:

Zu erkennen ist auf dem Entwurf von Corinne Ehrsam ein Säuli mit einem Gürtel. Laut Pressemitteilung vom „Comité“ ist das so zu verstehen:

Mit der Sparsau, die kaum Luft kriegt, weil Sie einen Gürtel um Ihren Bauch geschnallt bekommen hat und der heraushängenden Zunge wird auf ironischer Weise auf die Sparbemühungen der Gemeinde Birsfelden hingewiesen. So wurde der Gedanke des Sujets optimal umgesetzt.

Am Geldeinwurfschlitz ist das Sparsäuli auch tatsächlich zu erkennen. Die Idee mit dem Gürtel ist auch recht gut, aber laut unseren Recherchen nur eine Notlösung. Ursprünglich war im Hintergrund ein bekannter Dorf-Metzger zu sehen, der dem armen Säuli nach dem Leben trachtet. Das Sparschwein müsste nämlich geopfert werden, weil der Metzger sonst seine horrenden Anwaltskosten nicht bezahlen kann.

Aufgrund der Grösse dieses Motivs und der Angst vor drohender Zensur, inkl. einer Vorverlegung der Sperrstunde des Fasnachtsballs in der alten Turnhalle auf 22 Uhr, ist man dann von dieser Idee abgewichen.

PS: Trotz engerem Gürtel ist die „Blaggedde“ nur in Silber (10.-) und Gold (25.-) in den meisten Birsfelder Restaurants, bei diversen Kiosken und Geschäften oder den teilnehmenden Cliquen und Gruppen erhältlich.

Ausgeträumt

Kurz nach seiner Lancierung kam letzte Woche bereits so etwas wie das jähe Aus für den Uni-Campus Birsfelder Hafen. Die Universitätsleitung ist mit der mittelfristigen strategischen Raumplanung schon viel weiter, als sich dies das ETH-Studio erträumt hatte. Die präsentierten Pläne sehen eine Erweiterung im Gebiet Rosental und Schällenmätteli vor. Die Standorte bleiben also auf städtischem Boden konzentriert, was zum Gesamtkonzept einer Universität auch passt. Damit ist die „Vision 2040“ noch unrealistischer geworden und von der Investitionsmilliarde der nächsten 20 Jahre fliesst kaum etwas nach Blätzbums.

Eigentlich wären aber die Voraussetzungen durchaus gut gewesen, denn das Uni-Logo hätte man mit wenigen Eingriffen an den Standort im Birsfelder Hafen anpassen können, wie diese Illustration zeigt:

Original Logo

Version Campus Birsfelden

Sieht unserem Wappen doch ganz ähnlich, oder? Und die (etwas eckigen) Wellen im oberen Bereich erinnern gleichzeitig noch an die Dachform des Kraftwerks. Aber der Traum bleibt wohl leider ein Traum. Die Dienstagsrunde kann das entsprechende Traktandum an ihrer Imobilienstrategieklausur beruhigt wieder streichen…

Weiter zählen?

Die Sommerpause neigt sich dem Ende entgegen und damit ist auch die sogenannte „Saure-Gurken-Zeit“ beendet, denn es wird wieder „richtig gearbeitet“. Auch der Gemeinderat ist zurück und stürzt sich im Rahmen der Dienstagsrunde wieder in seine Arbeit. Wenn man den Gerüchten glauben kann, so hat die Exekutive nun nach den Ferien einen Auftrag weniger zu erledigen. Ein Kommentator von gestern schreibt nämlich:

In unserem Dorf zirkuliert das Gerücht, die FDP habe die 86-Wochen alte Forderung zurückgezogen, wonach der Gemeinderat unverzüglich eine Untersuchung der Personalfluktation einleiten soll.

Genaueres dazu wissen wir leider auch nicht. Am besten wäre, die FDP würde in der Sache offen informieren. Man will doch in der Partei hoffentlich nicht plötzlich die Unmode des Gemeinderats kopieren und gewisse Sachen einfach aus dem Gedächtnis schweigen. Sowas sind wir von den sonst so kritischen Liberaldemokraten doch nicht gewohnt! Oder sind die FreidenkerInnen alle noch mit Gassers Buch beschäftigt?

Platzhalter

Webmaster der offiziellen Gemeindeseite zu sein, ist sicher eine aufwendige Sache. Da muss immer alles auf dem aktuellsten Stand sein. Viel zu tun gab in letzter Zeit vermutlich die Seite mit den Mitarbeitenden. Nicht nur, dass es viele Wechsel bei den Angestellten selbst gab. Nein, auch die Zuständigkeiten und offiziellen Titel änderten oft. So musste mal wieder irgendwo ein „Leiter“ zum „Sachbearbeiter“ degradiert oder ein „a.i.“ hinter die Aufgabe gesetzt werden. Wenn man den Überblick dann mal verliert, kann es schon sein, dass sich unbemerkt etwas einschleicht. In unserem Fall ist es der Mitarbeiter „Peter Muster“, bekannt aus unzähligen Formularvorlagen, wo er stets als Platzhalter dient.

Ob das der neue Gemeindeverwalter ist? Einen Aufgabenbereich hat er jedenfalls noch nicht bekommen. Vielleicht braucht es zuerst halt wieder eine teure Reorganisation, damit Herr Muster optimal eingesetzt werden kann.

Ach ja, zur Zeit sind drei Stellen bei der Gemeinde ausgeschrieben. Allerdings ist keine dabei für einen neuen Gemeindeverwalter. Das wird wahrscheinlich über einen Headhunter erledigt. Bitte diesen Ausgabeposten nicht vergessen bei der Antwort an die SP (siehe SP-Zähler rechts unten) ;-).

Integrationsprogramm?

Bei folgendem Bild könnte man in der Tat meinen, ein Mitglied unseres Gemeinderats sei Teil des „Integrationsprogramm Littering“!

© CVP BL

Aber als Geschäftsführer CVP BL und Gemeinderat ist er sicher nicht auf die Sozialhilfe angewiesen und auch der Rest der versammelten „starken Mitte-Partei CVP“ verursacht mutmasslich keine Sozialausgaben. Vielmehr setzten sie sich hier medienwirksam für die Einführung eines Ordnungsbussenverfahrens für Littering-Sünder ein. Etwas, dass unsere Gemeinde ja bereits hat: Für jedes fallengelassene „Papierli“ dürfen die hiesigen Ordnungshüter uns eine Busse aufbrummen. Auch illegal Müll deponieren oder verbrennen kann so ohne Strafverfahren bestraft werden.

Mit der äusserst kreativ betitelten „Vo Schönebuech bis suuber“ Initiative will man dies eben kantonal auch so halten. Dann ist aber fertig mit Pulli verbrennen, gäll Herr Oberbeck!

Pro Blem behoben

Nun ist es an der Zeit, den Webseiten-Test der CVP nachzuholen, denn unter www.cvp-birsfelden.ch hat man es geschafft, den „Konfigurationsfehler“ zu überbrücken und auf die Birsfelder Sektionsseite der kantonalen Mutterpartei weiterzuleiten. Bravo! Hat nur ein paar Wochen (mindestens vier) gedauert.

Doch nun zum Inhalt. Da die Webseite praktisch nur aus einer Seite besteht, sind wir rasch durch.

Optik: Die Orange-Monochrom Kombination wirkt etwas farblos und bieder. Dieser Eindruck wird von den Wahlfotos und den darauf abgebildeten düsteren Mienen bestätigt. Dafür behält man leicht die Übersicht, doch das könnte auch mit der Quantität des Lesestoffs zusammenhängen.

1 von 5 Punkten

Lesestoff: Auch hier sieht es düster aus. Ein paar Glückwünsche zur Wiederwahl des Landrats Claudio und ein omnipräsenter Oberbeck ist scheinbar alles, was die Partei zu bieten hat. Auf den ersten Blick könnte man sogar meinen, Botti sei nicht mehr Gemeindepräsident unseres Dorfes und nur noch Landrat. Darf man Minuspunkte geben?

0 von 5 Punkten

Funktionalität: Das funktionellste an der ganzen Sache scheint dieser Oberbeck zu sein. So viele Mandate, Funktionen und Mitgliedschaften hat man bisher selten gesehen. Ansonsten kann man noch Mitglied werden oder Geld loswerden. Momentan wird wahrscheinlich für einen neuen Webauftritt gesammelt.

1 von 2 Punkten

Unterirdische 2 von 12 Punkten also für „Pro Birsfelden CVP“. Da hat sich das Warten nicht gelohnt. Ob die Webseite ein Spiegelbild der Arbeit im Gemeinderat ist?

Dachschaden

Bei den Neuigkeiten auf der offiziellen Gemeindehomepage lesen wir:

Während den jährlichen Instandstellungsarbeiten haben Baufachleute entdeckt, dass im Bereich der Konstruktion der abgehängten Holzdecke dringende Nachbesserungsarbeiten gemacht werden müssen. Deshalb bleibt die Schwimmhalle Birsfelden voraussichtlich bis nach den Herbstferien Mitte Oktober 2011 sowohl für den Schwimmunterricht der Schulklassen, als auch für die Schwimmvereine und die Öffentlichkeit geschlossen.

Und schon wieder ein Dachschaden! Ob es wohl einen Zusammenhang zur aktuellen Regierung gibt?

Midlife Crisis?

Dann haben wir vielleicht das Richtige für Sie:

Hoffen wir, dass die „vorausschauende Öffentlichkeitsarbeit“ sich in einer guten Lösung für das Biotop ausdrücken wird. Das wäre aus unternehmerischer Sicht zwar nur ein Image-Gewinn, dafür aber einer der sich sicher lohnen würde.

Wer versteckt sich hinter…

…dieser sogenannten „Smartspider“?

Das Online-Tool „Smartvote“ erstellt von jedem Politiker anhand von Sachfragen einen politischen Fingerabdruck. So existiert auch von einigen Birsfelder Volksvertretern so eine Spinne. Um wen könnte es sich hier handeln? Kleiner Tipp: Es ist kein/e Grünliberale/r und bei den Fragen zur Finanzpolitik wurde evtl. etwas verwechselt…

Nur nicht schlapp machen!

Jeden Dienstag Abend findet zwischen 19 und 20 Uhr auf der „Piazzetta-Wiese“ das Fitnessprogramm von „Gsünder Basel“ statt. Wir machen hier jetzt etwas Werbung für diese sinnvolle Sommerlochbeschäftigung. Den Birsfelder Krieger (unten im Bild) wird man jedoch wahrscheinlich nicht mehr antreffen können, da nicht jedes Mal ein Aperitif serviert wird. Schaden würde es aber sicher nicht 😉

© Gsünder Basel

Tipps für die Ferienlektüre

Eine Auswahl an guten Büchern gehört in jeden gepackten Koffer, denn in den Ferien hat man endlich Zeit, sich ausgiebig dem Lesen zu widmen. Hier ein paar Vorschläge, die Sie vielleicht noch nicht kennen:

Tod in Barcelona: Der Zweitling von Alex Gasser, dem Birsfelder Stern am Pensionertenautoren-Himmel. Entstanden ist ein Krimi und “ ein Lesevergnügen, das erst bei der letzten Seite endet“, wie uns der Buchrücken verspricht.


Vom Systemtrottel zum Wutbürger: „Dieses Buch tritt zunächst an, den Wutbürger in uns zum Leben zu erwecken. Es ist aber letztlich die Aufforderung, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen.“ Geschrieben von zwei Philosophen, die „für frische Luft in unseren Köpfen und Platz zum Denken“ sorgen wollen.

Sparen ohne Opfer: „Mit diesem Buch erhalten Sie einen Leitfaden für den Alltag, mit dem Sie immer genau wissen, was Sie wollen. Wer so entscheidet, spart automatisch, ohne den Gürtel enger schnallen zu müssen.“ Klingt vielversprechend. Vielleicht etwas für unsere Entscheidungsträger.

 

Wer bereits ein iPad (oder ähnliches) hat, kann sich auch die gesammelten Werke der Lokalanzeigerredaktion einpacken. Praktisch downloadbar im PDF-Archiv des „Birsfelder Anzeigers“.

 

Wir wünschen spannende Lektüre!

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