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Decidophobie

Die „Birsfelder Woche“ scheint sich in den Lokalmedien tatsächlich fortzusetzen: Sportlich fanden gestern in der „bz“ die CEVI-Basketballer und der FC Erwähnung, beim Kraftwerk denkt man wieder einmal über eine Effizienzsteigerung durch Ausbaggern nach, die SVP-Delegierten stritten sich in der hiesigen Rheinpark Aula und Herr Oberbeck versucht sein erfolgloses Littering-Projekt wieder in Schwung zu bekommen (es fehlen anscheinend noch einige Unterschriften). Glücklicherweise sind es endlich einmal keine „leicht skurrilen Entscheiden des Gemeinderats“, die das öffentliche Interesse auf sich ziehen. Obwohl: Für die „Effizienzsteigerung durch Ausbaggern“ könnten die Stromproduzenten vielleicht auf unsere Effizienz-Experten von der SVP zurückgreifen. Die wissen angeblich, wie man das macht…

Gar keine Entscheidungen hat bis jetzt dafür der hohe Rat der Regierung in Liestal treffen wollen. Dort sind ja noch ein paar Beschwerden hängig, die unser Dorf betreffen. Die „Einwohnerratsbeschwerde“ zum Beispiel lagert schon seit Monaten im Regierungsgebäude und auch bei den Wahlbeschwerden sind erst diejenigen von Laufen und Pratteln behandelt worden. Wir fragen uns also: Wann legt der Regierungsrat endlich mal eine „Birsfelder Woche“ ein? Die Entscheide wären doch noch einigermassen wichtig. Müssen wir nun auch für Liestal „Zähler“ einführen? Oder kennt jemand ein Mittel gegen diese akute Form einer lokal bedingten „Decidophobie“?

Vielleicht bringt ja „Kurierin“ Frau Pegoraro die Entscheide dem Dorfkönig persönlich vorbei. Denn schon am nächsten Montag, um 14.30 Uhr, treffen sich die beiden und durchschneiden gemeinsam das Seidenband, um die neue AsphaltStahlbrücke, welche die „Birs in elegantem Bogen“ überspannt, zu eröffnen.

Wassergraben

An der Elefantenrunde ist das Dienstagsrundenteam noch relativ offen zum herrschenden Informationsdefizit gestanden und man hatte – weil halt Wahlkampf war – einhellig Besserung gelobt. Die bisherige Bilanz ist aber ernüchternd: Aus der Festung an der Hardstrasse dringen kaum noch Informationen über den Wassergraben. Die Zugbrücke ist – speziell nach dem Weggang des bisher nicht ersetzten Webmasters – noch weiter nach oben gezogen worden.

Seit Wochen blinkt uns auf der Hauptseite die Frage „Ausbildungsbeiträge vom Kanton?“ entgegen (Datum der Neuigkeit: 1. März!), ansonsten herrscht ziemliche Funkstille. Dabei gäbe es auch gute Neuigkeiten! Der Wassergraben zwischen Basel-Stadt und Birsfelden ist am Birskopf definitiv überwunden worden und die Knick-Brücke wird am 23. April eingeweiht. Doch damit nicht genug. Laut der Basler Projekt-Infoseite wird das Brüggli für die Gemeinde sogar noch etwas günstiger:

Der neue Birskopfsteg zählt auch zu den verkehrlichen Massnahmen, die im Rahmen des Agglomerationsprogramms vom Bund massgeblich mitfinanziert werden. Die Gesamtkosten für den neuen Birskopfsteg belaufen sich auf CHF 2,4 Mio., wovon der Bund 40 Prozent übernimmt. Den Rest teilen sich die Kantone Basel-Stadt mit 30, Basel-Landschaft mit 20 und die Gemeinde Birsfelden mit 10 Prozent.

Die Bundesbeteiligung ist im ursprünglich bewilligten Kredit nämlich noch nicht enthalten gewesen. Bleiben die Gesamtkosten etwa gleich, dürfte der Gemeindebetrag mit Fr. 240’000.- also deutlich kleiner sein, als die bewilligten Fr. 400’000.-. Aber das muss ja niemand wissen…

 

Update: Es hat offenbar gewirkt! Die offizielle Webseite der Festung hat neue News!

Endlich!

Noch vor dem Gemeinderat haben es die Marellis geschafft, ihre Immobilienstrategie umzusetzen: An der Kirchstrasse wird endlich gebaut, bzw. vorerst mal abgerissen…

Die im Volksmund auch als „gut getarnte Giftmülldeponie“ bezeichnete Liegenschaft war schon öfters Thema hitziger Debatten und es ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden um die alten Gebäude, die nun offenbar einem Neubau weichen. Der „Uffgweggt“ dürfte keine Freude haben: Er muss nun eine Alternative für seinen alljährlichen Marelli-Schnitzelbangg finden!

Ausgeglichen?

Wäre die Gemeindeversammlung erst heute, müsste GR Hiltmann seine Folien jetzt noch rasch aktualisieren. Der Regierungsrat hat heute nämlich die Zahlen zum Finanzausgleich veröffentlicht und die sehen folgendermassen aus:

Birsfelden bleibt Empfängergemeinde und erhält 2011 3,368 Mio. horizontalen Finanzausgleich und 1.248 Mio. Sonderabgeltungen Sozialhilfe.

Das sind total 4.616 Mio. Franken. Mehr gibt es nicht!

„Sieht düster aus“, mögen Sie jetzt denken und Sie haben recht. Budgetiert waren nämlich etwas über 6 Mio. und im vergangenen Jahr betrug die Ausschüttung fast 8 Mio. Franken. Wenigstens sind wir das Schulhaus schon los, damit ist das Loch etwas weniger tief oder die Rechnung sogar ausgeglichen.

Wer es nicht glaubt, darf sich hier selber informieren oder morgen Zeitung lesen.

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