Archive for the ‘Was macht eigentlich…’ Category

Herbstbeginn!

Der Vorhang wurde heute endgültig gelüftet: Die neue Seite heisst

Birsfälder.li

und wird von Franz Büchler, Florian Dettwiler und Ueli Kaufmann herausgegeben. Nix wie hin und viel Erfolg!

Vorher – Nachher

Den Fahrstuhl nach oben gibt’s noch nicht – Sie müssen warten!

Das ist wohl das Motto der Bauabteilung, welche nach der Bewilligung des Kredits für das Projekt „Museumslift“ im Juni 2012 auch 9 Monate danach noch nicht mit dem Bau begonnen hat. Die Verzögerung wird heute im „Birsfälderli“ damit begründet, dass die gleichzeitig bewilligte Verlängerung in den Keller zu Problemen geführt hat:

Daraufhin wurden die Projektarbeiten vorangetrieben. Allerdings stellte sich die Unterkellerung für den Zugang zum Kellergeschoss als nicht durchführbar heraus. Ex­terne und interne Fachleute beur­teilten das Risiko eines Gebäude­schadens als zu gross. Ausserdem wäre hier ein grosser Fernheizkanal im Weg gewesen.

Die Sache scheint also hochkomplex zu sein und auch die Änderungen im architektonischen Bereich dürften enorme Zusatzabklärungen hervorgerufen haben, wie uns ein „Vorher-Nachher-Vergleich“ der Visualisierungen deutlich macht:

Vorher

Vorher

Nachher

Nachher

Deshalb hat es wohl den „externen und internen Fachleuten“ leider auch nicht gereicht, die angekündigte Holzverkleidung des Beton-Obelisken adäquat darzustellen…

Was macht eigentlich…

Heute: die Sozialhilfebehörde?

Bzw. die beschwerdevolle Wahl der „neuen“ Behörde? Zugegeben, es gab da schon etwas Verwirrung um diese Behörde, nachdem eine Falschmeldung kursierte und diskutiert wurde. Doch die Wahl hat nun bereits am 15. Oktober in der Gemeindekommission stattgefunden:

sozbehoerde

Damit sollte die „alte Garde“, die laut Gemeindeweb nur noch wenige Tage im Amt ist, zumindest teilweise abgelöst werden:

Die Sozialhilfebehörde besteht aus 5 Mitgliedern. Die aktuelle Amtsperiode dauert vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2012.

Ab 1. Jänner ist also die erneuerte Crew am Ruder, wäre da nicht die Birsfelder Beschwerde-Volkspartei, die – getragen von den jüngsten Erfolgen – auch hier wieder für Richtigkeit sorgen will:

Am Montag, dem 15. Oktober fand an der Gemeindekommissionssitzung die Wahl der Sozialhilfebehörde statt. Das Vorgehen bei dieser Wahl war mehr als fraglich. So wurden Personen gewählt, welche von ihrer Partei zu spät nominiert wurden. Wenn zu wenige Kandidaten zur Verfügung stehen, kann eine Nachnomination erfolgen, diejenigen Kandidaten aber, welche die Frist einhielten sollten durch die Stille Wahl in ihr Amt gewählt sein. So ist gemäss dem Behördenreglement die Stille Wahl auch bei der Sozialhilfebehörde möglich. Da aus Sicht der SVP Birsfelden diese Wahl nicht korrekt abgelaufen ist, sahen wir uns gezwungen, diesen Sachverhalt beim Kanton zu melden.

Die Meldung ist offenbar erfolgt, eine Antwort aber offiziell nie von Liestal bis in die Niederungen von Birsfelden durchgedrungen. Damit haben wir wohl bald eine weitere, praktische „a.i.-Lösung“ für die Sprechnung dieser Beiträge. Dabei wird beim Zivilschutz per 1.1.2013 gerade eine solche Lösung aufgehoben. Schade, dass es in den letzten Gemeindenews nicht möglich war, das neue Kommando vorzustellen…

Was macht eigentlich…

Heute: die Sanierung des Sternenfeld-Schulhauses?

Nach dem vergangenen Montag sind wir uns nicht mehr ganz sicher, ob dieser Artikel überhaupt nötig ist. Anscheinend haben auch andere gemerkt, dass hier bzw. in der Bauplanung allgemein etwas nicht stimmen kann. Vor einem Jahr hat die Gemeindeversammlung nämlich insgesamt Fr. 5,5 Mio gesprochen, um die „dringende“ Sanierung des Siebzigerjahre-Baus – grösstenteils im Originalzustand – anzugehen. Die Vorlage kam insgesamt noch dünner daher als die Abdankungshalle kürzlich, weil aus der Gesamtsumme nicht einmal ersichtlich wurde, was ungefähr wieviel kosten dürfte. Da auch dieses Gebäude „ohne 0-Leiter und ohne FI–Absicherung“ dasteht, rechnen wir die Gebäudegrösse mal hoch und schätzen die Kosten für den Elektriker auf Fr. 1,5. Bleiben also noch 4 Mio für Fenster, Fassade, WC/Duschen, Beleuchtung, Lüftung, Heizung und Flachdach, etc.. Es könnte mit den Fr. 5,5 Mio also knapp werden und den dicken Katalog mit den Vorschriften und Vorgaben hat man auf der Verwaltung ja gemäss Aussage des Bauchefs erst gerade gefunden und ist am Abarbeiten dieser Punkte…

Solche Statements sind vor allem deshalb erstaunlich, weil bereits im Jahr 2010 ein Planungskredit gesprochen wurde:

Die Gemeindeversammlung bewilligte im Dez. 2010 bereits CHF 350’000.00 für die Planung sowie die Durchführung von ersten Arbeiten (Rückbau von Faserzementplatten, Ersatz Elektrohauptverteilung, Teile der Wasserleitungen).

Trotz dieser Planung ist man ein Jahr später noch nicht weiter als in der Planungsphase? Eigenartig… Vielleicht hat man aber auch gemerkt, dass die Kinder, die gemäss Harmos und „Immobilienstrategie“ die Klassenzimmer besser füllen werden, als damals angenommen. Warum man aber gerade diese Eckwerte nicht zuallererst erhebt und danach eine sinnvolle Raumplanung macht, kann uns wohl leider niemand erklären. Nun sind aber zumindest Anzeichen da, dass sich die Birsfelderinnen und Birsfelder nicht mehr mit ungenügenden Ausflüchten begnügen werden!

Was macht eigentlich…

Heute: die blühende Gemeinde?

Die ist bereits wieder verblüht! Siehe hier.

Was macht eigentlich…

Heute: Wieder einmal die Überbauung am Fröschenweg?

Wie das tumbe Volk ja schon längst weiss, hat die Ende 2011 erarbeitete Immobilienstrategie schon längst begonnen, denn im Oktober 2010 hat die Gemeindeversammlung dem Baurechtsvertrag für die Parzelle 1610 Fröschenweg zugestimmt. Nun muss man die allgemeine Relativitätstheorie nicht unbedingt verstanden haben, um zu merken, dass das chronologisch nicht aufgehen kann, aber die Stossrichtung zu mehr Wohnungsbau war scheinbar schon damals ein Thema.

Vor zwei Jahren hat die Gemeindeversammlung also einer Überbauung zugestimmt, doch der Spatenstich hat noch nicht stattgefunden. Der oberste Gemeindeentwickler musste an der Versammlung vom letzten Montag sogar zugeben, dass noch nicht einmal der Baurechtsvertrag unterschrieben ist. Die Schuld schiebt er einer Röhre zu, die vom externen Büro zur Bewertung des Baulandes übersehen worden sei. Dies hätte zu einer Korrektur des Baurechtszinses von ungefähr, äh ca., äh läppischen Fr. 10’000 geführt. Wenn wir uns aber die korrigierte Ausschreibung nochmals anschauen, sehen wir, dass die Differenz rund Fr. 30’000.- beträgt. Auf den Gesamtbetrag eine vernachlässigbare Summe…

Nun gut. Das alles hat im April 2011 stattgefunden. Aber weshalb ist der Vertrag heute noch nicht unterschrieben? Die Pläne scheinen ziemlich ausgereift zu sein und im Handelsregister ist die „Wohnbaugenossenschaft Hagnau“ seit dem 1. Februar 2012 eingetragen. Werbebroschüren existieren auch schon, aber dennoch hat es die Bauverwaltung noch nicht geschafft, den Vertrag unterschriftsreif vorzulegen? Oder wo klemmt’s? Wir brauchen doch so dringend Geld, oder nicht?

Was macht eigentlich…

Heute: Die Informationspolitik?

Mit den sogar doppelt durchgeführten Infoveranstaltungen zu den Master- und Immobilienplänen hat die Dienstagsrunde ein erstes Mal versucht, ihren schlechten Ruf in Kommunikationsfragen abzubauen. Ob sie damit schon alle Kritiker beruhigt hat, wagen wir mal zu bezweifeln. Trotzdem ist die eingeschlagene Stossrichtung schon einmal richtig und wir erwarten hoffnungsvoll weitere Schritte nach vorne.

Ganz vorne kämpft Herr Wiedeman – Neo-Dienstagsrundenmitglied – für das Anliegen. Und wie in der Sonntagspresse vor gut einem Monat angekündet, macht er auf kantonaler Ebene jetzt Nägel mit Köpfen. Im Landrat hat er nämlich heute die Motion „Mehr Kompetenzen für die Gemeinden: Ermöglichen von öffentlichen von Gemeinderats-Sitzungen und Protokollen“ deponiert. Und die hört sich doch recht spannend an:

Eine moderne Staatsführung versucht deshalb die Bürger vermehrt in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen und seine Arbeit möglichst transparent zu gestalten. Zugrunde liegt dabei die Erkenntnis, dass eine transparente Regierungs- und Verwaltungsarbeit das Vertrauen in die Tätigkeit des Staates fördert und diese damit erfolgreicher umgesetzt werden kann.

Diese „Erkenntnis“ teilen aber leider (noch) nicht ganz alle; in Birsfelden wie in Liestal. Dafür im Kanton Solothurn, wo man laut Gemeindegesetz folgendes darf:

§ 31 V. Öffentlichkeit der Verhandlungen

1 Die Verhandlungen der Gemeindeversammlung, des Gemeindeparlaments und des Gemeinderates sind in der Regel öffentlich.
2 Die Stimmberechtigten können die entsprechenden Unterlagen und Protokolle einsehen.
3 Aus wichtigen Gründen kann das jeweilige Organ beschliessen, die Öffentlichkeit auszuschliessen.

Und so ähnlich stellt sich der grüne Landrat das auch bei uns vor! Es soll sogar „im Sinne der Charta von Muttenz“ sein, welche unsere Dienstagsrunde ja auch unterstützt und an „deren Leitsätzen sie ihre Entscheide inskünftig ausrichten wird“. Allerdings hat die Motion leider kein anderes Dienstagsrundenmitglied unterschrieben, obwohl es davon im Landrat ja haufenweise gäbe…

Eigentlich erlaubt schon das ab nächstem Jahr gültige „Öffentlichkeitsprinzip“ den Zugang zu gewissen Dokumenten, wie beispielsweise den Dienstagsrundenprotokollen. Allerdings müsste da der einzelne Bürger jedesmal separat Einsicht verlangen. Da wäre es halt schon interessanter, wenn die Dokumente z.B. im Web zugänglich wären und man am Dienstag Abend an der Hardstrasse mal Gast sein könnte;-)

Was macht eigentlich…

Heute: die Immobilienstrategie?

Obwohl im Dienstagsrundenwahlkampf die Immobilienstrategie noch als die grosse Errungenschaft der letzten Legislatur gepriesen wurde, ist heute klar, dass dieses Papier erst in den vergangenen Wochen erarbeitet wurde und die Substanz dieses angeblich so wichtigen Meilensteins etwa so gross ist, wie Anzahl der Sozialhilfebezüger im Sternenfeld.

Immerhin gibt es demnächst eine zwei Infoveranstaltungen zum Thema: Am 13. am 18. September informiert „der Gemeinderat“ die Birsfelder Bevölkerung um 19:30 Uhr in der Rheinparkaula über den „Masterplan“ zur „Stabilisierung der Gemeindefinanzen“. Und wie wir unlängst vom 100-Tage alten Verwalter erfahren mussten, ist die Immobilienstrategie nun Teil dieses Plans:

Der Masterplan legt die Schwerpunkte in der Finanzplanung für die nächsten vier Jahre fest. Er soll sicherstellen, dass wir auch künftig eine schwarze Null schreiben. Die Immobilienstrategie ist Teil des Masterplans. Beides wird der Gemeinderat im Herbst an einer Infoveranstaltung vorstellen.

Von der Immoblienstrategie ist zwar in der Einladung zum Infoabend nichts zu lesen, aber wir gehen jetzt mal davon aus, dass die Abteilung „Bau- und Gemeindeentwicklung“ am gleichen Abend den Umzug der Gemeindeverwaltung  und ein paar andere Umbaupläne thematisieren grob streifen wird. Für die ganz wichtigen Themen scheint aber sowieso nur noch Herr Hiltmann zuständig zu sein. Auch im letzten „Birsfälderli“ war er es, der sich zum Wohnungsbau äussern durfte:

In Birsfelden gibt es, im Vergleich zu anderen Gemeinden, viel günstigen Wohnraum. Daneben mangelt es eher an hochwertigen Wohnungen. Wo die Möglichkeit besteht, als Gemeinde einzuwir­ken, werden wir uns daher dafür einsetzen, dass wir in Birsfelden auch Wohnungen im oberen Seg­ment anbieten können.

Der Finanzchef greift also auch da schon ins (noch) vizepräsidiale Baudepartement ein und übernimmt die Verantwortung Federführung beim Masterplan. Wird er da etwa beim alles übergreifenden Schachspiel noch rechtzeitig als Bauer geopfert?

Möglich wäre es. Denn wenn wir ein paar Argumente für den Umzug der Verwaltung in die benachbarte Liegenschaft 25 nochmals überprüfen, fallen ein paar Schwachpunkte auf:

Als erste mögliche Konkretisierung der strategischen Optimierungen wurde die Gemeindeverwaltung am jetzigen Standort Hardstrasse 21 identifiziert. Sie befindet sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude aus dem Jahre 1950 und hat einen grossen und relativ zeitkritischen Renovations- und Sanierungsbedarf. So sind durchhängende Holzbalkendecken und eine schlechte Wärmeisolation nur zwei von vielen Mängeln.

Diese Punkte sind wohl in der wirklich stark renovationsbedürftigen Liegenschaft 25 kaum besser. OK, es gibt zwar keine Holzbalkendecken, aber der Betonbau dürfte wärmetechnisch – trotz Energiestadtlabel – wesentlich schlechter sein.

Im Rahmen einer gesamtheitlichen und nachhaltigen Lösungssuche wurden in einer Standortevaluation sechs verschiedene Varianten einer Nutzwert-Analyse unterzogen. Dabei hat die Variante «Renovation und Umnutzung der benachbarten Liegenschaft Hardstrasse 25» die besten Ergebnisse erzielt. Andere Standorte waren deutlich kostspieliger, terminlich und organisatorisch schwer realisierbar oder aus Gründen der Attraktivität und Zugänglichkeit für die Bevölkerung ungeeignet.

Wo man denn genau die anderen fünf „abgelegenen“ Standorte genau plaziert hat, wird wohl für immer das Geheimnis der Verwaltung bleiben. „Terminlich schwer realisierbar“ dürfte es aber werden, wenn die jetzigen Mieter nach erfolgreichem Rechtsverfahren über mehrere Jahre Mieterschutz geniessen.

Ein weiterer Vorteil: Für den neuen Standort der Gemeindeverwaltung braucht es keine Umzonung.

Korrekt. Doch was ist genau der Plan mit der „alten“ Verwaltung?

Nach dem Umzug der Gemeindeverwaltung an den neuen Standort ist der Weg frei für eine neue Nutzung der Parzelle 738 (jetziger Standort der Gemeindeverwaltung). Die dafür beste Variante muss in einem breit abgestützten Verfahren sorgfältig evaluiert werden.

Auch das Gebäude „Hardstrasse 25“ befindet sich auf der Parzelle 738. Diese müsste dann also für eine Neunutzung sowieso aufgeteilt bzw. umgezont werden. Ein etwas merkwürdiges Argument also…

Und zuletzt wartet man noch mit einem ästetischen Argument auf:

Das Gebäude an der Hardstrasse 25, die zukünftige Gemeindeverwaltung, bleibt dabei äusserlich sowohl in Konturen als auch im Erscheinungsbild erhalten.

Der wahre Gewinn für die Gemeinde also. Architekturstudierende aus aller Welt werden diese Liegenschaft als Pilgerstätte besuchen, als lebendiges Beispiel für eine meisterhafte Umnutzung eines wahrlich schützenswerten Industriebaus! Das kurbelt natürlich auch die lokale Hotelindustrie an und man sollte schleunigst daran denken, auch einen Tourismusverantwortlichen anzustellen;-)

Was macht eigentlich…

Heute: die Antwort auf die Mehrkostenfrage beim Pumpwerk?

Seit ungefähr 25 Wochen steht nun schon die Frage eines offenen Briefes im Raum. Vor beinahe einem halben Jahr rechnete Herr Moser öffentlich vor, dass der Standort des Birsköpfli-Pumpwerks nicht ideal sei und Mehrkosten von rund Fr. 100’000.- verursacht haben soll. Bei der Positionierung wurde wohl in erster Linie auf die Buvette geachtet, die dann aber im Dezember 2011 von den Direktdemokraten versenkt wurde. Die happige Zahl wurde öffentlich aber weder bestätigt noch dementiert und deshalb läuft unser Zähler immer noch…

Neben diesem Aspekt interessieren uns aber auch noch ein paar andere Dinge: Dass man für den Abstieg ins neue Pumpwerk zuerst noch ein „Stägeli-uf“ und erst dann das „Stägeli-ab“ nehmen muss ist ja schon seltsam. Weshalb aber gleich daneben noch eine Rabatte erstellt wurde, ist nicht ganz nachvollziehbar. Gut, das Blumenbeetli befindet sich ja glücklicherweise am Rand der Wiese und nicht mittendrin. Aber den Platz hätte man beispielsweise auch für den Altglascontainer oder als Veloparkplatz verwenden können. Nun versperren die Fahrräder beim schönwetterlichen Grossandrang halt weiterhin den Gehweg. Weiterhin im Auge behalten werden wir auch die angedeutete Wiederaufforstung. Herr Botti hatte schliesslich Baumersatz versprochen und auch das Gras über die von Leitungsbau geplagte Liegewiese ist noch nicht gewachsen.

Dafür lässt man aber mit der bewährten Schweigetaktik Gras über die Eingangsfrage wachsen. Dabei könnte man doch auch hier versuchen, mit ein bisschen Propaganda Marketing die öffentliche Meinung sanft umzulenken. Dass die PR-Abteilung das kann, hat sie schon mehrfach und gerade erst wieder bewiesen. So stösst laut Gemeindeweb das neue Gemeinschaftsgrab auf Begeisterung:

Offenbar haben die mit der Erstellung der Grabstätte beauftragten Fachfirmen und die Gemeindegärtnerei alles richtig gemacht. Wie ein Augenschein kürzlich zeigte, erfreut das neue Gemeinschaftsgrab die Besucherinnen und Besuchern des Friedhofes und stösst auf grosse Akzeptanz. Es ist für alle Beteiligten schön zu wissen, mit der neuen Grabstätte einen Wunsch der Hinterbliebenen erfüllt zu haben und für die Bevölkerung auch in schwierigen Zeiten eine Hilfestellung geben zu können.

Komisch, denn auf dem Blog gab es damals auch andere Stimmen. Aber egal: Schliesslich erhält Frau Schafroth auch heute noch haufenweise positive Rückmeldungen von Familien, die den Bannumgang am Sonntag für die grösste Errungenschaft halten und Herr Botti kann sich kaum wehren vor Anrufen von Umzugswilligen. Wobei momentan wahrscheinlich die meisten wegziehen müssen…

 

Was macht eigentlich…

Heute: die Personalsuche?

Das wohl traurigste und heikelste Thema der vergangenen Legislatur war mit Sicherheit die Personalpolitik der Dienstagsrunde. Die Zahl der Crewmitglieder, die entweder freiwillig von Bord gegangen sind oder vom Kapitän und seiner Führungsriege über die Planke geschickt wurden, wirft noch heute Fragen auf (bzw. die damaligen Fragen konntenwollten nie beantwortet werden).

Und auch aktuell gibt es ein paar anstehende Personalbelange, die ein wenig Aufmerksamkeit verdienen:

  • Die 50%-Stelle der Abteilungsleitung „ArbeitenLeben in Birsfelden“, die mit dem Budget 2012 „im Verlaufe des Jahres“ bewilligt wurde, kann gemäss Herr Oberbeck wahrscheinlich ab September besetzt werden. Wir hoffen mal, dass das Pflichtenheft bereits erstellt wurde…
  • In der gleichen Abteilung trägt seit längerer Zeit die Leitung des Tagesheims das in unserer Gemeinde sehr verbreitete Kürzel „a.i.“. Wir möchten zwar keinen Zähler dafür einführen, aber es wäre noch spannend zu erfahren, wann  – und ob überhaupt – die Stelle wieder ausgeschrieben wird.
  • Ebenfalls viel Zeit gelassen hat man sich bei der Ausschreibung für die „Stabsstelle Informatik“. Da diese „Stabsstelle“ schon seit Monaten verwaist ist, kann man aber kaum von einer idealen Stabübergabe sprechen. Doch nun pressiert es offenbar und man sucht per sofort eine „dienstleistungsorientierte Person“, vorzugsweise „zwischen 35 und 45 Jahren“ für diese „neu geschaffene“ 80%-Stelle. Ob man wegen der Aufstockung oder aufgrund des temporären Verschwindens dieses Jobs von einer Neuschaffung sprechen kann, wissen wir nicht so genau…
  • Ab dem ersten Oktober soll schliesslich auch die Leitung des „Stadtbüros“ neu besetzt werden. Die Person soll u.a. die Leitung von vier Mitarbeitenden übernehmen. Aktuell arbeiten dort aber sechs Leute, wobei jemand ja zu den sozialen Diensten wechselt. Hm?
  • Schliesslich bekommt der Abteilungsleiter „Finanzen“ noch einen neuen Stellvertreter. Es tut sich also was im „modern geführten Dienstleistungsunternehmen“ namens Birsfelden!

Was macht eigentlich…

Nun ist es offiziell: Die Liestaler Dientagsrunde gibt den Birsfelder Kolleginnen und Kollegen recht im Einwohnerratsstreit. Nach siebenmonatiger Überlegung ist man nun zum Schluss gekommen, dass es keine Volksabstimmung geben muss, obwohl die Initiative von der Gemeindeversammlung angenommen wurde. Abgelehnt wurde bloss die zur Umsetzung benötigte Änderung der Gemeindeordnung.

Das Montagabend-Cabaret scheint uns also erhalten zu bleiben und auch die Anwaltskosten im Streitfall haben sich für unseren Noch-Preesi ausbezahlt. Dank dem guten Timing spart er jetzt sogar noch ein bisschen Wahlkampfbudget, denn die Medienmitteilung konnte gerade noch dazu verwendet werden, am Ruf einer Mitkandidierenden etwas zu kratzen:

Dagegen erhob Regula Meschberger beim Regierungsrat Beschwerde. Mit Entscheid vom 12. Juni 2012 weist der Regierungsrat die Beschwerde nun ab und folgt im Wesentlichen der Argumentation des Birsfelder Gemeinderates. … Der Gemeinderat hofft, dass die Beschwerdeführerin den demokratischen Entscheid der Gemeindeversammlung und den Befund des Regierungsrats akzeptiert und auf einen Weiterzug an das Kantonsgericht verzichtet.

Diese reagiert hingegen gelassen:

Regula Meschberger konnte zur Frage, ob sie den Entscheid allenfalls ans Kantonsgericht weiterziehe, noch nicht Stellung nehmen, da sie den Inhalt des Entscheids noch nicht kenne. Ausserdem würde darüber im Initiativkomitee entschieden, für das sie die Beschwerde geführt habe, sagte sie auf Anfrage.

Ob also das definitiv letzte Wort gesprochen wurde, bleibt offen…

 

Update

Offenbar ist die Liestaler Dienstagsrunde zwar in ihrer Interpretation des Gesetzes gleicher Meinung wie der Gemeinderat, allerdings lesen wir heute in der „bz“:

Inhaltlich hielte es die Baselbieter Regierung für sinnvoll, das Stimmvolk entscheiden zu lassen. Aber dafür gebe es keine gesetzliche Grundlage, hält sie fest.

Demnach ist die Aussage der Dienstagsrunde

Mit Entscheid vom 12. Juni 2012 weist der Regierungsrat die Beschwerde nun ab und folgt im Wesentlichen der Argumentation des Birsfelder Gemeinderates.

vielleicht etwas übertrieben. Aber man kann halt fast alles so drehen, dass es passt…

Was macht eigentlich…

Heute: Der Maibaum auf der Piazzetta?

Die jährlich wiederkehrenden Feste und Bräuche in unserem Dorf lassen sich mittlerweile beinahe an einer Hand abzählen. Dabei wirbt man auf der Homepage noch mit dem Slogan „engagiertes, aktives Birsfelden“ und spricht von „jungen, lebendigen Traditionen“. Eine der dort erwähnten Traditionen wurde in diesem Jahr offenbar sogar ganz weggelassen: Obwohl der namensgebende Monat langsam ausläuft, musste die Birsfelder Bevölkerung heuer auf den schönen Maibaum beim Zentrumsplatz verzichten.

Über die Gründe für den Wegfall können wir an dieser Stelle zwar nur spekulieren, aber vielleicht sind die von der Gemeinde erhobenen Gebühren für Allmendbenutzung, Festbänke und Baumstellen mittlerweile einfach zu hoch, um diesen Anlass risikofrei und freudenreich zu organisieren.

So musste unser „Preesi“ seine – hoffentlich letzte – Rede an die Banntagsschar vor einer tristeren Kulisse halten als auch schon. Und auch die Zahl der Zuhörenden war bedeutend kleiner als noch vor einem Jahr: Die fantastische Zahl von 130 im „Birsfelderli“ kann nur erreicht werden, wenn alle Beteiligten mitgezählt werden; Grilleure, Aperitiv-Servicepersonal und Musikanten inklusive. Die Gefolgschaft auf dem Bannumgang betrug nach offizieller Zählung 85. Und die Kinderschar konnte man auch an einer Hand abzählen. Aber lassen wir das! Sind wir doch froh, dass es den Banntag überhaupt noch gibt…

Was macht eigentlich…

Heute: Die Buvette Das Pumpwerk am Birskopf

Zwischen dem Polizei-Grossaufgebot und den paar sportlichen Bier-Geniessern hat am 1. Mai der Birsfelder Buvettenbetreiber seinen Wohnwagen wieder plaziert. Im Gegensatz zum Nachbar ennet der Birs erfolgt der Start also rechtzeitig zum Saisonauftakt der Sonnenbadenden.

Getrübt wird die Naherholung auf der grossen Wiese aber noch von einigen braunen Stellen, die für einmal (noch) nicht durch Grill-Standorte entstanden sind: Die Spuren vom Brücken- und Leitungsbau sind noch nicht komplett beseitigt und das Pumpwerk selbst befindet sich noch immer im Bau.

Für das kombinierte Bauprojekt Pumpwerk und Buvette hatten die zuständigen Fachleute an der Hardstrasse ursprünglich einen ambitionierten Eröffnungstermin geplant:

Das kleine Café mit Wintergarten und Aussenterrasse soll ganzjährig geöffnet sein und ab Ostern 2012 in Betrieb gehen.

Obwohl auf die „Buvette im Minergie-Standart“ mit „Wintergarten und Aussenterrasse“, sowie „WC-Anlagen“ aufgrund des Gemeindeversammlungsentscheids verzichtet werden musste, konnte der Ostertermin für die Fertigstellung des Kellergeschosses bei weitem nicht eingehalten werden. Und auch das Versprechen…

Über den Baufortschritt des neuen Stufenpumpwerkes «Birskopf» der Wasserversorgung Birsfelden und der Buvette an der Birskopfmatte werden Sie regelmässig im Birsfelder Anzeiger und auf der Gemeinde-Homepage unter www. birsfelden.ch infomiert.

…blieb erwartungsgemäss unerfüllt. Dabei wäre es schon noch spannend zu erfahren, weshalb das „völlig unabhängige“ Projekt Pumpwerk noch nicht fertig gestellt werden konnte. Und andere spannende Fragen aus dem „offenen Brief“ warten auch noch auf eine saubere Beantwortung. Es wird also noch eine Weile dauern, bis über die Sache etwas Gras gewachsen ist…

Decidophobie

Die „Birsfelder Woche“ scheint sich in den Lokalmedien tatsächlich fortzusetzen: Sportlich fanden gestern in der „bz“ die CEVI-Basketballer und der FC Erwähnung, beim Kraftwerk denkt man wieder einmal über eine Effizienzsteigerung durch Ausbaggern nach, die SVP-Delegierten stritten sich in der hiesigen Rheinpark Aula und Herr Oberbeck versucht sein erfolgloses Littering-Projekt wieder in Schwung zu bekommen (es fehlen anscheinend noch einige Unterschriften). Glücklicherweise sind es endlich einmal keine „leicht skurrilen Entscheiden des Gemeinderats“, die das öffentliche Interesse auf sich ziehen. Obwohl: Für die „Effizienzsteigerung durch Ausbaggern“ könnten die Stromproduzenten vielleicht auf unsere Effizienz-Experten von der SVP zurückgreifen. Die wissen angeblich, wie man das macht…

Gar keine Entscheidungen hat bis jetzt dafür der hohe Rat der Regierung in Liestal treffen wollen. Dort sind ja noch ein paar Beschwerden hängig, die unser Dorf betreffen. Die „Einwohnerratsbeschwerde“ zum Beispiel lagert schon seit Monaten im Regierungsgebäude und auch bei den Wahlbeschwerden sind erst diejenigen von Laufen und Pratteln behandelt worden. Wir fragen uns also: Wann legt der Regierungsrat endlich mal eine „Birsfelder Woche“ ein? Die Entscheide wären doch noch einigermassen wichtig. Müssen wir nun auch für Liestal „Zähler“ einführen? Oder kennt jemand ein Mittel gegen diese akute Form einer lokal bedingten „Decidophobie“?

Vielleicht bringt ja „Kurierin“ Frau Pegoraro die Entscheide dem Dorfkönig persönlich vorbei. Denn schon am nächsten Montag, um 14.30 Uhr, treffen sich die beiden und durchschneiden gemeinsam das Seidenband, um die neue AsphaltStahlbrücke, welche die „Birs in elegantem Bogen“ überspannt, zu eröffnen.

Endlich!

Noch vor dem Gemeinderat haben es die Marellis geschafft, ihre Immobilienstrategie umzusetzen: An der Kirchstrasse wird endlich gebaut, bzw. vorerst mal abgerissen…

Die im Volksmund auch als „gut getarnte Giftmülldeponie“ bezeichnete Liegenschaft war schon öfters Thema hitziger Debatten und es ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden um die alten Gebäude, die nun offenbar einem Neubau weichen. Der „Uffgweggt“ dürfte keine Freude haben: Er muss nun eine Alternative für seinen alljährlichen Marelli-Schnitzelbangg finden!

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